schwer verletzter Kater in Wels

Am 4. Juni 26 telefonierte ich abends mit einer Bekannten, die mir dann eher beläufig von einem verletzten Kater in ihrer Nachbarschaft erzählte, den sie schon seit Tagen versuchen einzufangen und einfach nicht erwischen.

Ich beschloß spontan hinzufahren und zu gucken, ob ich eventuell was ausrichten könnte. Leider stellte sich das Ganz als weitaus schwieriger und verfahrener an, als zuerst gedacht.

Bis zu meinem Eintreffen war kein anderer Tierschutzverein bereit hinzufahren um den Kater zu fangen, weshalb die Leute vor Ort ihr möglichstes versucht haben. Leider hat das aber dazu geführt, dass der Kater noch vorsichtiger und misstrauischer wurde.

Dazu kam, dass eine der Futterstelle von einer Dame „betreut“ wurde, die gern mal einen über den Durst trinkt und dann sehr sprunghaft ihre Meinung änderte. Von „bitte hilf dem armen Tier“ über „du darfst die Falle da bei mir nicht aufstellen“ bis zu „wenn du nicht sofort verschwindest, zeig ich dich an, weil du da eine Straße blockierst“ war alles dabei.

Einmal mussten wir die Polizei rufen, weil sie einfach keine Ruhe geben wollte. Die Polizei hat ihr dann sehr nachdrücklich erklärt, dass sie mich meine Arbeit machen lassen soll, ansonsten kriegt SIE Probleme.

In unserer Verzweiflung haben Franz und ich dann schon die Mehrfachfalle auf einen Auslöser mit Funksteuerung umgebaut.
Auch hatten wir Netze bestellt um den Kater so überlisten zu können. Es stellte sich aber schnell heraus, dass das nicht klappen würden.

Daher stand der neue und letzte Plan: Wir besorgten Bauzäune und bauten daraus einen großen Käfig, so einen, den der Kater nicht als Käfig wahrnehmen würde. Übers Futter sollte er dan sediert werden, die Zugänge sollten verschlossen werden und der Kater sollte dann von einer erfahrenen Tierheimmitarbeiterin mit dem Kescher rausgefangen werden. Eine sehr aufwändige und auch sehr riskante Aktion.
Zum Glück sagte mir mein Bauchgefühl aber, dass wir es am vorabend nochmal an einer anderen Stelle mit der umgebauten Funkfalle versuchen sollten und tatsächlich. Kaum war die Falle aufgestellt und wir Richtung Auto unterwegs, kam uns der Kater sogar entgegen. Er ging zur Falle, schnupperte kurz und war dann sogar recht rasch in der Falle, die wir dann gleich per Funk auslösten. Am 29.06.26 konnte der Kater dann also endlich gesichert werden!

Die Erleichterung aller Beteiligten war RIESIG!
Der Kater wurde tierärztlich versorgt – die Wunde war größer als eine Handfläche – zum Glück nur oberflächlich, aber er hatte sich an der Seite die ganze Haut abgezogen. Diese Wunde stand nun unter Eiter und die abgestorbene Haut begann schon zu verwesen. Der Kater hatte riesiges Glück, dass sich keine Fliegen auf die Wunde gesetzt hatten.


Jetzt mit Ende August 2026 ist die Wunde so gut wie verheilt. Es ist nur noch ein kleines Stück in der Größe einer 50 Cent Münze offen. Wenn das verheilt ist, werden nochmal die Zähne genau unter die Lupe genommen und dann darf der Kater wieder an seinen angestammten Platz zurück.

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